Pulpo
Pulpo

Tritt ein in seine schillernde Welt


Schön, hast du ihn gefunden!

Unseren Pulpo. Unser Omen. Unsere Muse. Unser Kuscheltier.
Versteckt und doch omnipräsent hat er immer irgendeinen Tentakel im Spiel. Vielleicht liegt es an ihm? Vielleicht ist er unser Geheimnis? Wie auch immer. Wir mögen ihn.

Pulpo. Laut Wikipedia ist er eine Krake aus der Reihe der Octopoda und gehört innerhalb der Tintenfische, wissenschaftlich Coleoidea genannt, zur Gruppe der Achtarmigen Tintenfische, den sogenannten Vampyropoda.
Sie sind in der Regel sehr scheu, jedoch neugierig und erweisen sich in Versuchen als sehr lernfähig.
 

Da hat Pulpo einiges mit uns gemein. Nicht wahr?

 
Kraken gelten als die intelligentesten Weichtiere. Ihr Gehirn ist derart leistungsfähig, dass sie gescheiter sind, als die meisten Säugetiere.

Sie sichern das Überleben ihrer Nachkommen nicht durch Eltern-Kind-Beziehungen wie Vögel oder Säugetiere, sondern indem sie derart viele Nachkommen produzieren, dass die Wahrscheinlichkeit steigt, dass einige davon nicht gefressen werden.


Haben wir's doch gesagt! Du glaubst uns nicht? Dann hast du nie erlebt, wie viele Ideen wir gebären, wenn wir schon mal dran sind.


Kraken wohnen auf dem Meeresgrund und sind Einzelgänger. Einige Arten können auch eine bestimmte Zeit ausserhalb des Wassers überleben und sich dort fortbewegen. Gerne jagen sie in Glunggen nach Krebsen, Schnecken und anderen Tieren. Kraken können ihre Farbe wechseln. Sie können Licht mit ihrer gesamten Körperoberfläche wahrnehmen.
 

Alles andere wäre ja auch echt langweilig.


Kraken haben acht Arme mit Saugnäpfen, aber einen Lieblingsarm, den sie häufiger benutzen als die anderen. Der Pulpo hat ein mehrteiliges Herz, ein hochentwickeltes Nervensystem und besitzt sehr gute Linsenaugen, die sich – wie auch die Saugnäpfe – unabhängig vom Gehirn bewegen können. Seine langen Arme nutzt er, um sich auf dem Meeresboden fortzubewegen. Beim Fliehen drückt er das Wasser durch einen Trichter in seiner Mantelhöhle nach draussen, was ihm einen Stoss "hindertsi" verpasst. Tintenfische haben kein Innenskelett, sie sind deshalb extrem beweglich und können selbst durch engste Spalten und Löcher schlüpfen.
 

Wir haben stundenlang geübt. Aber nein, wir haben es nicht geschafft. Echt schwierig, mit den Augen zu rollen, ohne dies zu wollen. Dafür sind wir ebenso frei und vielseitig wie Pulpo. Ebenso beweglich. Und immerhin klappt es schon ganz gut mit dem Lieblingsarm, der den anderen einen Klaps gibt, wenn sie wieder Mal übertreiben.


Begattet wird das Krakenweibchen durch einen laut Wikipedia "speziell umgewandelten dritten linken Arm" des Männchens, der dem Weibchen eine mit Sperma gefüllte Kapsel einführt, die alsbald "explosionsartig" aufplatzt. Aus den befruchteten Eiern wachsen Dotterscheiben heran, die von den Müttern intensiv bewacht werden. Jede Krake vermehrt sich in ihrem Leben nur ein einziges Mal. Schon bald danach sterben sie – und leben in ihren vielen Nachkommen weiter...
 

...wie Ideen, die sich verflüchtigen. Von denen aber (wie du bereits weisst) nur einige wenige heranreifen und zu Grossem fähig sind. Wir geben es zu: Ein so blumiger Vergleich für die Versinnbildlichung unserer kreativen Auswüchse ist zu viel des Guten. Und trotzdem: Pulpo hat etwas von uns. Und wir von ihm.

Meist lebt er zurückgezogen in seinem Loch und ist doch immer auf der Suche – verrückt, verwuselt, verwegen und doch ganz ordentlich schön. In seiner Unterwasserwelt schillert Pulpo. Er wandelt und verwandelt sich. Und macht gleichzeitig einen auf bescheiden.
 

Fast wie die Tänzer:innen bei uns in den Vidmarhallen. Auch sie verrenken sich in wilden Abfolgen, die erst Sinn ergeben, wenn sie unser Herz berühren. Wir fühlen uns manchmal auch, als hätten wir Tentakel, die aus unserem Hirn wuseln, durchs Leben wiegen, sich verflechten und wieder entwirren, nur um eure Herzen zu berühren. Die hier etwas aufsaugen und dort etwas dazulernen.

Im Flow, wie der Tintenfisch am Meeresgrund.
Nennt sich das Kreativität? Oder Intelligenz? Oder Talent? Vielseitigkeit? Kunst? Wahrscheinlich vereinen auch wir ein bisschen von allem.

Oder was denkst du?